Playbuzz – das Youtube der Quizze und Listen

Das israelische Startup Playbuzz stellt Medien die Werkzeuge zur Verfügung, um Quizze, Listen oder Umfragen leicht zu erstellen – und ist damit der erfolgreichste Facebook-Publisher geworden. Nun soll Native Advertising das große Geld bringen.

Auf Facebook hat wahrscheinlich jeder Nutzer schon einmal auf eine Liste, ein Quiz oder einen Test von Playbuzz geklickt. Nur ein Jahr nach dem Start hat das israelische Unternehmen den Sprung an die Spitze der Medien mit den beliebtesten Inhalten auf Facebook geschafft. Gemerkt hat es aber kaum jemand. Denn Playbuzz stellt die Werkzeuge zur Verfügung, mit denen andere Medien wie Focus Online oder die New York Times die populären Formate selber bauen – und bleibt lieber im Hintergrund, obwohl die Ambitionen hoch sind. „Was Youtube für Videos getan hat, will Playbuzz mit interaktiven Erfahrungen schaffen“, sagt der Gründer Shaul Olmert, Sohn des ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Olmert. Das bedeutet: Playbuzz soll die Plattform sein, auf der die Produzenten ihre Inhalte einem großen Publikum präsentieren können. „Wir liefern die Technologie, nicht die Inhalte. Wir sind kein Konkurrent der Medien“, sagt Deutschland-Chef Christian Fricke, der vom Hamburger Medienhaus Bauer zu Playbuzz gewechselt ist. Aus der Rangliste der Facebook-Champions hat sich Playbuzz daher selbst ausgetragen, um nicht weiter für Unruhe in der Branche zu sorgen. Ganz gelungen ist das aber nicht. Weil die von anderen Medien erstellten Quizze oder Listen auch auf der Playbuzz-Website gezeigt werden, gehört das Unternehmen mit immerhin schon 80 Millionen Zugriffen im Monat zu den aktuell schnellstwachsenden Angeboten im Netz.

Playbuzz ist einer der heißesten Exporte der Start-up-Szene in Israel. Denn die interaktiven Formate eignen sich nicht für die üblichen Klickstrecken mit Katzenbildern, sondern werden auch immer häufiger von seriösen Medien für ernste Themen wie Wirtschaft und Sport sowie Abstimmungen zur politischen Themen eingesetzt.

Playbuzz hat gerade begonnen, mit den Formaten auch Geld zu verdienen. Dazu gehören im ersten Schritt Werbevideos, die Nutzer sich ansehen müssen, bevor das Ergebnis eines Persönlichkeitstests eingeblendet wird. „Das ganz große Thema heißt aber Native Werbung“, verrät Fricke. Playbuzz hilft Unternehmen, eigene Listen, Quizze oder Abstimmungen zu produzieren, die dann auf den Seiten der Partner gezeigt werden. Den Erlös will sich Playbuzz dann mit dem Betreiber der Seite teilen.

Weitere Infos zum Plattform-Index finden Sie unter www.plattform-index.com
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