Plattform-Index

Plattform-Index 15

Performance des Plattform-Index

Aktuelle Wertentwicklung

Kalenderwoche 2/2019: Netflix, Amazon und Naspers treiben Plattform-Index an

In der zweiten Woche des Jahres setzt sich der Erholungskurs der Plattform-Aktien fort. Der Index legt 4,1 Prozent auf 1795 Punkte zu und baut damit seinen Vorsprung vor den Vergleichsindizes aus.

Mit einem Kursanstieg von 26 Prozent in diesem Jahr ist Netflix aktuell das Zugpferd im Plattform-Index. Nach Monaten der Skepsis haben einige Analysten die Aktie wieder zum Kauf empfohlen. Erfolgreiche Inhalte und ein konkurrenzfähiges Investitionsbudgets sollten helfen, den Abstand zu Wettbewerbern zu halten.

Amazon ist mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent in dieser Woche zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen und hat Microsoft abgelöst. 100 Millionen verkaufte Alexa-Geräte und ambitionierte Pläne für das Offline-Geschäft haben die Anleger wieder zur Aktie greifen lassen, die ihren Höhepunkt von 2025 Dollar im vergangenen August erreicht hatte.

Zu den Gewinnern des Jahres gehört auch Naspers. Das südafrikanische Unternehmen profitiert ebenfalls von positiven Analystenkommentaren, die Naspers nach der Korrektur erhebliches Potenzial zuschreiben.

Plattform-Index schließt 2018 mit leichtem Zuwachs ab

Der Plattform-Index hat das Jahr 2018 mit einem leichten Zuwachs von 0,7 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn abgeschlossen und startet mit 1665 Punkten in das neue Jahr. Nach dem Kursanstieg von 55 Prozent im Jahr 2017 legten die Plattform-Aktien in der ersten Jahreshälfte zunächst weiter zu. Nach der Höchstmarke von 2052 Punkten im August konnte sich der Plattform-Index aber den Turbulenzen an den Börsen nicht entziehen, die zum schlechtesten Börsenjahr seit 2008 führten, und gab fast seinen gesamten Gewinn wieder ab. Immerhin: Alle drei Vergleichsindizes standen am Jahresende schlechter dar. Der Nasdaq Composite gab auf Jahressicht 3,9 Prozent nach, der Dow Jones 5,6 Prozent und der Dax 30 sogar 18,3 Prozent.

Plattform-Aktie des Jahres ist Twilio mit einem Zuwachs von knapp 280 Prozent, gefolgt von Etsy mit 133 Prozent Kursplus. Auch Netflix, Amazon, Microsoft und PayPal schlugen sich auf Jahressicht überdurchschnittlich gut. Auf der Verliererseite standen vor allem die chinesischen Werte, die 2017 noch zu den Zugpferden im Index zählten. Alibaba verlor 21 Prozent, Tencent 24 Prozent, Baidu 32 Prozent und Weibo sogar 44 Prozent an Wert.

Die Ursachen für die schwache Performance im zweiten Halbjahr sind genereller Natur: Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schadete vor allen den chinesischen Aktien, die Furcht vor einem Konjunkturabschwung bei gleichzeitig steigenden Zinsen allen Werten. Spezielle Gründe waren nur bei Facebook und Tencent als Ursachen für die Kursverluste zu sehen: Facebook litt unter diversen Datenskandalen; Tencent unter den Staatseingriffen in den Spielemarkt. Die Wachstumsstories der Plattform-Werte sich weiterhin intakt. Für 2019 steht daher die Fragen im Mittelpunkt, wie lange die negativen Rahmenbedingungen wie (möglicher) Konjunkturabschwung und der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt die Stimmung an den Börsen noch belasten oder sich gar verschärfen.  Gut möglich, dass das erste Quartal weiter turbulent bleibt, bevor im Verlauf des Jahres die guten Geschäftszahlen der Plattformen wieder für steigende Kurse sorgen. Zudem könnten einige spannende Plattform-Unternehmen wie Bytedance, Kuaishou, Uber, WeWork, Airbnb oder Lyft 2019 an die Börse drängen und zusätzlichen Schwung bringen.

Weitere Infos auf www.plattform-index.com