Smartwatches: Warten auf den „Must-Have“ Effekt der Apple iWatch

Schlaue Uhren sind bisher nur ein Thema für Nerds. Das könnte sich aber schon am Dienstag ändern, wenn Apple wahrscheinlich seine iWatch präsentiert.

Das Schicksal der Tech-Konzerne scheint in diesem Jahr von den Smartwatches abzuhängen. Obwohl bisher nur ausgesuchte Nerds mit einem Computer am Handgelenk herumlaufen, scheinen die Anbieter in den Uhren das nächste große Thema zu sehen. Samsung hat gerade seine sechste Uhr mit der Bezeichnung Gear S vorgestellt, während LG kurz vor der IFA die runde G Watch R präsentierte, offenbar als Antwort auf die Moto 360 von Motorola. Beide Asiaten eint die Angst, dass Apple am 9. September eine iWatch raushaut, die den „Must-Have“ Effekt bei den Verbrauchern auslöst. Genau das fehlt allen anderen Smartwatches (noch), die bisher auf dem Markt zu haben sind.

Im Zwei-Monatsrhythmus ein neues Modell auf den Markt zu werfen, erhöht den Kaufanreiz bei den wenigen Interessenten auch nicht unbedingt, müssen diese doch den Eindruck haben, Versuchskaninchen für nicht ausgereifte Produkte zu sein. Samsung hat das Konzept der Smartwatch mit der Gear S immerhin einen wichtigen Schritt voran gebracht. Denn die Uhr kann sich per Mobilfunk oder W-Lan mit dem Internet verbinden. Die meisten anderen Uhren sind nur smart, wenn sie via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sind. Das wird sich allerdings schnell ändern. Google bringt in der neuen Version seines Betriebssystems Android Wear die Möglichkeit, Musik und Navigation ohne verbundenes Smartphone zu nutzen. Erst dann ergeben diese Funktionen auf der Uhr einen Sinn.


Zum dritten Mal vergibt FOCUS den „Digital Star Award“ für digitale Innovationen aus Deutschland.  Bewerben können sich etablierte Unternehmen ebenso wie Start-ups oder Forschungsinstitute. Bewerbungen bis zum 10. Oktober 2014.  www.focus.de/digitalstar


Eine Umfrage von Fittkau & Maaß unter den Smartwatch-Besutzern in Deutschland zeigt, welche Funktionen der Uhr genutzt werden. Im Vordergrund steht die Kommunikation, also unmittelbar über eingehende Anrufe, E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten informiert zu werden. Die Fitness- und Gesundheitsfunktionen werden von weniger als der Hälfte der Befragten wirklich genutzt; die Navigation nur von 35 Prozent. „Noch ist die Gruppe der Smartwatch-Nutzer und -Interessenten deutlich kleiner als die der Desinteressenten und Ablehner. Die meisten von W3B befragten Online-Nutzer stufen sie als uninteressant oder überflüssig ein. Vorteile und Nutzwert – auch gegenüber dem „großen Bruder“ Smartphone – sowie Fitness-Armbändern sind offensichtlich vielen potentiellen Käufern noch nicht klar geworden“, folgert Marktforscherin Susanne Fittkau.

Diese Ergebnisse sind natürlich nur eine erste Bestandsaufnahme, da neue, komfortable Anwendungen alles auf den Kopf stellen können. Schon am Dienstag könnte die iWatch damit anfangen.

 


Zum dritten Mal vergibt FOCUS den „Digital Star Award“ für digitale Innovationen aus Deutschland.  Bewerben können sich etablierte Unternehmen ebenso wie Start-ups oder Forschungsinstitute. Bewerbungen bis zum 10. Oktober 2014.  www.focus.de/digitalstar


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