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Digitale Transformation

Nur 25 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen einen schnellen Internetanschluss

23. Oktober 2015 / 0 Kommentare /Schlagworte: Kommunikation

50 Megabit-Internetanschlüsse hat die Bundesregierung in ihrer Digitalen Agenda als Ziel bis 2017 für alle Bürger ausgerufen. Tatsächlich verfügen heute gerade einmal 25 Prozent der Unternehmen über einen schnellen Internetanschluss.

Von wegen Gigabit-Gesellschaft: Erst ein Viertel der Unternehmen in Deutschland nutzt Internetverbindungen mit Geschwindigkeiten von 50 Mbit je Sekunde und mehr. Wenig überraschend werden schnelle Internetverbindungen insbesondere in den Branchen IT und Telekommunikation sowie Mediendienstleistungen nachgefragt. Diese Branchen sind unter anderem als Inhalteanbieter auf leistungsfähige Netze angewiesen. Im Fahrzeugbau, der Chemie- und Pharmaindustrie, den Finanzdienstleistungen sowie den Unternehmensdienstleistungen setzt nur jedes dritte Unternehmen Internetzugänge mit mehr als 50 Mbit je Sekunde ein, hat eine Repräsentativbefragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 4500 Unternehmen in Deutschland ergeben.

Firmen mit Internetanschluss von mindestens 5ß MBit/s

Die geringe Verbreitung schneller Internetverbindungen ist auch bei privaten Nutzern anzutreffen. Nach dem Akamai „State of the Internet“ Report für das zweite Quartal 2015 liegt Deutschland in der Rangliste des tatsächlichen Tempos der genutzten Internetverbindungen ziemlich weit abgeschlagen in der Welt.

Internet-Verbindungen

Der Grund dafür liegt in der äußerst geringen Verbreitung der Glasfaseranschlüsse und dem hohen Marktanteil der immer noch vergleichsweise langsamen DSL-Anschlüsse. Deutschlands Strategie, das Breitband-Ziel der Digitalen Agenda vergleichsweise billig mit VDSL zu erreichen, lässt uns im internationalen Wettbewerb zurückfallen, denn in anderen Ländern wird Glasfaser viel intensiver eingesetzt. Den Platz auf den hinteren Rängen hat Deutschland auch bei den mobilen Verbindungsgeschwindigkeiten, obwohl die Nutzer außer in Ungarn soviel zahlen wie in Deutschland.

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Prof. Dr. Holger Schmidt ist Experte und Speaker für digitale Ökonomie. Seine Kernthemen sind Plattform-Ökonomie, digitale Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz. Der Volkswirt ist Redaktionsleiter Newsletter & Verticals der F.A.Z und verantwortet das F.A.Z. PRO Digitalwirtschaft-Briefing. Außerdem lehrt er digitale Transformation an der TU Darmstadt, schreibt Bücher und ist Co-Host eines F.A.Z.-Podcasts zur Künstlichen Intelligenz.

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