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Digitale Transformation

Digitalfirmen erhöhen Forschungsausgaben kräftig

1. März 2022 / Kommentare sind deaktiviert

Die Digitalfirmen haben ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr noch einmal kräftig ausgebaut. Meta investiert ins Metaverse, Apple, Google und Amazon in autonome Autos.

Die großen Digitalfirmen haben ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr noch einmal kräftig erhöht, wie eine Analyse der Geschäftsberichte ergibt. Vor allem Meta hat kräftig in die Schatulle gegriffen, um das Metaverse zu entwicklen. Zehn Mrd. Dollar Verlust in der Reality-Labs-Sparte zeigen die Ambition von Mark Zuckerberg.

Auch Amazon hat kräftig gestiegene F&E-Aufwendungen ausgewiesen, legt allerdings eine weitere Definition zu Grunde: „Die Kosten für Technologie und Inhalte umfassen Gehaltszahlungen und damit verbundene Aufwendungen für Mitarbeiter, die an der Forschung und Entwicklung neuer und bestehender Produkte und Dienstleistungen, der Entwicklung, Gestaltung und Wartung unserer Shops, der Kuratierung und Darstellung der in unseren Online-Shops angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie an Infrastrukturkosten beteiligt sind. Zu den Infrastrukturkosten gehören Server, Netzwerkausrüstung und Abschreibungen für Rechenzentren, Miete, Versorgungsleistungen und andere Ausgaben, die zur Unterstützung von AWS und anderen Amazon-Geschäften erforderlich sind.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Mercedes-Benz-Group werden zum Vergleich gezeigt. Die Unternehmen in Deutschland haben 2020 ihre Ausgaben deutlich reduziert und damit an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Gestützt wird die These vom ZEW-Innovationspanel. Danach hat das erste Coronajahr die Innovationen der gesamten deutschen Wirtschaft kräftig gedämpft. „Zwar haben alle IT-Bereiche zugelegt. Aber die klassischen Hightech-Branchen wie Fahrzeugbau, Maschinenbau und Elektro haben in merklichem Umfang an Innovationen gespart“, sagt ZEW-Experte Rammer. Insgesamt sind die Ausgaben für Neuheiten in Deutschland 2020 erstmals seit zehn Jahren gesunken. Corona hat die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft vor allem in Digitalmärkten spürbar gesenkt. ⇢ ZEW Innovationspanel

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Prof. Dr. Holger Schmidt ist Experte und Speaker für digitale Ökonomie. Seine Kernthemen sind Plattform-Ökonomie, digitale Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz. Der Volkswirt ist Redaktionsleiter Newsletter & Verticals der F.A.Z und verantwortet das F.A.Z. PRO Digitalwirtschaft-Briefing. Außerdem lehrt er digitale Transformation an der TU Darmstadt, schreibt Bücher und ist Co-Host eines F.A.Z.-Podcasts zur Künstlichen Intelligenz.

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