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Plattform-Ökonomie

Experten erwarten Durchbruch für das Metaverse in 3 Jahren – oder in 15 

19. November 2022 / Kommentare sind deaktiviert

Softwareexperten erwarten den Durchbruch für das Metaverse deutlich schneller als Hardware-Fachleute.

Ein Team von INSEAD hat vier Wochen damit verbracht, das Metaverse-Ökosystem in Europa zu erforschen. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Die Metaverse-Anwendungen müssen einen Mehrwert bieten: Ein 3D-Shop, der ohne große Änderungen auf die bestehende E-Commerce-Website aufgesetzt wird, ist kein hochwertiges Metaverse-Erlebnis. Die Unternehmen müssen weg von den Spielereien und hin zu Erlebnissen mit Mehrwert, die sich besser durch den Einsatz immersiver digitaler Technologien erreichen lassen.
  2. UX muss drastisch verbessert werden: Sobald hochauflösende, qualitativ hochwertige Erlebnisse verfügbar sind, werden viel mehr Menschen weniger mentale Hürden haben, das Metaverse zu nutzen.
  3. Das Metaverse muss zugänglich sein: Die Teilnahme an metaversen Erfahrungen wird derzeit durch viele Faktoren verhindert, von den hohen Kosten für VR-Headsets über ungewohnte Bedienelemente bis hin zu mangelnden Kenntnissen darüber, wohin man überhaupt gehen soll.

Wie lange wird das Metaverse für diesen Weg brauchen? Softwareexperten sagen einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren voraus. Sie sind sich einig, dass die frühe Akzeptanz vor allem in Unternehmen und bei den Nutzern der Generation Z erfolgen würde. Die Hardware-Experten hingegen rechnen mit einer viel längeren Spanne von 10 bis 15 Jahren. Als Hauptgründe gelten vor allem die hohen Kosten und Fristen für Forschung und Entwicklung, die geringe Verfügbarkeit von Finanzmitteln für Hardware-Start-ups, die erforderliche Entwicklung des gesamten Technologie-Ökosystems – von der Infrastruktur über das Streaming und die Grafikverarbeitung bis hin zur Größe der Headsets – und schließlich die Fähigkeit, erschwingliche Preise für die breite Masse der Verbraucher anzubieten.

▷ Insead

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Prof. Dr. Holger Schmidt ist Experte und Speaker für digitale Ökonomie. Seine Kernthemen sind Plattform-Ökonomie, digitale Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz. Der Volkswirt ist Redaktionsleiter Newsletter & Verticals der F.A.Z und verantwortet das F.A.Z. PRO Digitalwirtschaft-Briefing. Außerdem lehrt er digitale Transformation an der TU Darmstadt, schreibt Bücher und ist Co-Host eines F.A.Z.-Podcasts zur Künstlichen Intelligenz.

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