Das Internet der Dinge ist der wichtigste Tech-Trend für das Marketing

„Smarte“ Produkte, die Daten über ihre Nutzung zurück zum Hersteller funken, werden das datengetriebene Marketing in den kommenden Jahren erheblich voranbringen. Einen ähnlich großen Effekte erwarten die Marketers sonst nur noch von Echtzeit-Transaktionen auf dem Smartphone.

Auf die Frage nach dem wichtigsten Tech-Trend für das Marketing bis zum Jahr 2020 sehen 51 Prozent der 478 befragten Marketingverantwortlichen aus aller Welt das Internet der Dinge an erster Stelle, dicht gefolgt von Echtzeit-Transaktionen auf mobilen Geräten. Mit Abstand werden Wearables, also Smartwatches oder Fitnessbänder, sowie Virtual / Augmented Reality als wichtige Trends genannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Economist Intelligence Unit(PDF).

Bildschirmfoto 2015-05-24 um 00.08.34Das Internet der Dinge macht Produkte „smart“, ermöglicht also erstmals, dass ein Unternehmen direkte Daten aus der Nutzung seiner Produkte erhält. Das datengetriebene Marketing erhält also den nötigen Rohstoff, um den Kunden perfekt auf deren Nutzung zugeschnittene Angebote zu machen. „Das alte „Kauf mich“ Modell des Marketings ist damit tot“, erklärt Management-Guru Michael E. Porter, was zu Einbrüchen an den Werbemärkten führen wird. Porter erwartet vom Internet der Dinge aber erhebliche Auswirkungen auf das ganze Unternehmen. „Die smarten, vernetzten Produkte werden die Art, wie Unternehmen funktionieren und wie sie organisiert werden, viel stärker verändern als alle früheren Entwicklungsstufen der Informationstechnik“, erwartet Porter.

Hier die wichtigsten Entwicklungen, die das Internet der Dinge für Unternehmen mit sich bringt:

  • Die großen Datenströme, die von den Produkten in die Unternehmen zurückfließen, werden mit externen Daten kombiniert. Diese Daten dann aber richtig auszuwerten, wird eine große Aufgabe.
  • Benötigt wird eine intensive Zusammenarbeit zwischen IT und Forschung & Entwicklung. Der Feedback-Loop in der Produktentwicklung wird viel kürzer, weil die Daten aus den Produkten permanentes Feedback geben.
  • Vor allem die Produktion wird sich neu erfinden. Viele Funktionen werden in die digitalen Komponenten eingebettet und können wie beim iPhone per Software gesteuert werden. Aus den Daten lassen sich permanent Rückschlüsse schließen, wie die Produkte verbessert werden. Die Produktion muss sich von ihren oft langjährigen Produktzykeln verabschieben und in der Lage sein, kurzfristig zu reagieren. Die „Economies of Scale“ verlieren in dieser Welt an Bedeutung.
  • Die normale Service-Organisation wird es nicht mehr geben. Service wird aus der lebenslangen Betreuung des Produktes bestehen.

Unternehmensbereiche im IOT-Zeitalter

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1 Antwort
  1. Andreas Schroth sagte:

    Und wieder einmal wird der Impact von Smartbrillen und AR hoffnungslos unterschätzt. Liegt es daran, dass so wenige sich vorstellen können, wie sich eine frei belegbare Darstellungsfläche über das gesamte Gesichtsfeld praktisch nutzen lässt? Oder liegt es daran, dass man sich unter einer Smartbrille nur das technisch sehr eingeschränkte Google Glass vorstellt, statt die Entwicklung von Glass und VR-Systemen wie Morpheus konsequent weiterzudenken und zusammenzuführen? Oder liegt es daran, dass man denkt, bis zum Massenmarkt für Smartbrillen wird es bis jenseits von 2020 dauern?

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